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Klima- und Energiemodellregion Traun4tler Alpenvorland erweitert ihre Projekte auf mittlerweile 23 Gemeinden.

BEZIRK. Die Bürgerenergie eGen. nimmt im Jänner 2018 eine neue PV-Anlage am Kindergarten in Sierning in Betrieb. Damit hat die Genossenschaft im Auftrag bzw. als operative Einheit der Klima- und Energiemodellregion Traunviertler Alpenvorland bereits ihre dreiundzwanzigste Anlage in Betrieb. „Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung und zeigt, dass wir uns für den richtigen Weg entschieden haben“ betont der Obmann der Leader-Region Franz Schillhuber. Zwei bis drei zusätzliche Anlagen dürften 2018 noch dazukommen. Außerdem freuen sich die Neuhofener Bürger, dass sie im Februar 2018 – neben den fünf bereits bestehenden – endlich einen eigenen eCar-sharing-Standort bekommen.

Neu in der Klima- und Energiemodellregion

„Die Klima- und Energiemodellregion Traunviertler Alpenvorland wächst weiter. In Zukunft haben wir durch den Zuwachs auf 23 Gemeinden noch eine breitere Basis, um Energieprojekte in Angriff nehmen zu können“, verkündet Obmann Schillhuber bei der Generalversammlung der BürgerEnergie. Neu in der Klima- und Energiemodellregion sind jetzt die Gemeinden Steinbach an der Steyr, Oberschlierbach, Nußbach und Ried im Traunkreis.

Büro in Kremsmünster

Das Büro der Klima- und Energiemodellregion wurde nach Kremsmünster, Rathausplatz 1, verlegt. Christian Wolbring bietet regelmäßige Besuchszeiten an (Bürozeiten: Freitag 15 bis 17 Uhr, Tel. 0676 88 68 0511).

Der Strom bewegt die Region: innovatives Modell für neue E-Tankstelle im Almtal

ALMTAL. Die Kronawettkraftwerks GmbH und das Café NOVUM setzen gemeinsam ein attraktives und innovatives Modell für die Errichtung einer Stromtankstelle für Elektrofahrzeuge um. Bis zum 22. Dezember 2017 können Interessierte über den Erwerb von Gutscheinpaketen den Bau der Stromtankstelle ermöglichen und werden mit tollen Gutscheinen für ihre Unterstützung belohnt.

"Es ist eine ganz einfache Rechnung", sagt Stefan Windischbauer vom Novum zur Idee hinter dem Projekt, "wenn wir den Klimawandel aufhalten wollen, müssen wir alle etwas tun. Aus diesem Grund kaufen wir im Novum soviel wie nur möglich von regionalen Lieferanten zu und vergrößern laufend unser Biosortiment. Die E-Tankstelle ist der logische nächste Schritt, mit dem wir die E-Mobilität auf unsere Weise unterstützen." Selbstredend hofft Windischbauer, der selbst mit einem Elektroscooter zur Arbeit fährt, auch auf neue Gäste unter den Tankstellennutzern: "Für die Zeit während des Auftankens ist unser Wohnzimmer mit Bedienung, WLan und Zeitungen jedenfalls ein ziemlich angenehmer Warteraum."

Und auch Paul Ablinger von der Kronawettkraftwerks GmbH sieht das ähnlich: „Das Almtal hat schon immer von seiner Wasserkraft profitiert. Nun kann auch der Treibstoff wieder lokal produziert und verwendet werden. Statt Kaufkraftabfluss bleibt so die Wertschöpfung im Tal. Gleichzeitig wird unsere Mobilität ökologischer“, so Ablinger, der hier das Konzept der Kronawettkraftwerks GmbH fortgesetzt sieht: „Mit unserem Partner der Alpenenergie können wir inzwischen Strom direkt an Verbraucher verkaufen. Die E-Tankstelle ist somit eine Fortsetzung dieses „Ab-Hof-Konzeptes“.

Das Projekt in Kürze:

Beim Café NOVUM wird eine gemeinschaftlich - über Gutscheinpakete - finanzierte 40 kW Stromtankstelle errichtet. Die Kronawettkraftwerks GmbH stellt den regionalen und ökologischen Strom bereit. Finanziert wird die Anlage durch den Verkauf von 120 Gutscheinpaketen zu je 250 Euro. Die Gutscheinpakete können bis längstens 22. Dezember online gekauft werden.  Als Gegenleistung warten auf die Unterstützer attraktive Gutscheinpakete im Wert von mindestens 300 Euro.

Zur Auswahl stehen drei unterschiedliche Gutscheinpakete:
E-Mobilitäts-Paket: mit bis zu 250 Euro Preisvorteil für Ladezeit an der neu errichteten Stromtankstelle beim Café NOVUM.
Strom-Paket: bietet die Möglichkeit regionale Stromerzeugung zu unterstützen und für die nächsten fünf Jahre von reduzierten Energiekosten und einer Energiepreisgarantie zu profitieren.
NOVUM-Paket: bietet die Möglichkeit zwei regionale Betriebe zu unterstützen und von 70 Euro Preisvorteil zu profitieren.

Das Projekt stellt für bis zu 120 Personen eine einmalige Möglichkeit, die E-Mobilitätswende zu unterstützen. Die Stromtankstelle wird umweltfreundlichen Strom für Elektrofahrzeuge bereitstellen und dazu beitragen viele Tonnen CO2 im Verkehr einzusparen. Das Projekt fördert damit den Ausbau der Elektromobilität in der Region und trägt zum Schutz der Umwelt bei. Zusätzlich, macht es die Nutzung von Elektrofahrzeugen aufgrund von reduzierten Ladezeiten und günstiger und bequemer Lademöglichkeit attraktiver.

Ein Projekt für das Almtal und weit darüber hinaus

Strom im Verkehr zu nutzen, bewahrt nicht nur die wertvollen Ressourcen unseres Planeten, sondern kann dazu beitragen die regionale Wertschöpfung zu steigern.
Wie? Mit der Errichtung einer regional versorgten Stromtankstelle für Elektrofahrzeuge sollen Vorchdorf und Umgebung fit für nachhaltige Mobilität werden. Die öffentlich zugängliche Stromtankstelle, mit einer Anschlussleistung von 40 kW ein schnelles Aufladen von E-Fahrzeugen ermöglichen. Um ein Vielfaches weniger als Zuhause an der Steckdose.

Betrieben wird die geplante Ladestation mit ökologischem Strom aus der Region. Das Kraftwerk Kronawettwehr befindet sich mitten im Almtal und gewährleistet eine Versorgung mit regional und ökologisch erzeugtem Strom. Die Nutzung der Wasserkraft an der Alm hat hier schon jahrhundertelange Tradition und findet so ihre moderne Fortsetzung.

So einfach können Interessierte teilnehmen:

Aufrufen der Projektwebseite unter www.collective-energy.at/der-strom-bewegt-die-region
Starten des Anmeldeprozesses durch Anlegen eines Kundenkontos
Online Anmeldung und Bestellung der gewünschten Gutscheinpakete
Erhalt der Bestellbestätigung per E-Mail
Nach Ende der Kampagne und Erreichen der Projektschwelle von 20.000 Euro werden die Gutscheinpakete inklusive Rechnung übermittelt.
Einzahlung des angegebenen Betrags auf das Projektkonto.
Über fünf Jahre werden die Unterstützer von den Vorteilen ihrer Pakete profitieren.
Die Gutscheine der Pakete sind gestaffelt gültig und jeweils ab März 2018, 2019, 2020, 2021 und 2022 einlösbar.

Kremsmünster: erster Klima-Erlebnis-Weg Österreichs am Gelände der Landesgartenschau eröffnet

KREMSMÜNSTER. Das Stift Kremsmünster ist der Ort der ältesten Wetteraufzeichnungen Österreichs. Seit 1760 wird täglich gemessen und dokumentiert und damit auch sichtbar gemacht, wie dramatisch sich die Temperaturerhöhungen durch die Klimaveränderungen bereits heute auswirken. Gleichzeitig ist das Stift derzeit Austragungsort der oö. Landesgartenschau mit vielen Besucherinnen und Besuchern.

Ein idealer Standort also für eine Informationsoffensive über die Klimaveränderung in Form des ersten österreichischen Klima-Erlebnis-Wegs, der von Klimaschutz-Landesrat Rudi Anschober nun eröffnet wurde. "Klimaschutz geht so einfach - durch weniger Energieverbrauch, Umstieg auf erneuerbare Energieträger, mehr Öffis und Elektromoblität, mehr regionale, saisonale und Bio-Ernährung. Klimaschutz ist kein Verzichtsprogramm, sondern vielfach ein Genuss. In ganz Oberösterreich wird bei Veranstaltungen derzeit darauf hingewiesen", so Anschober.

Österreichs erster Klima-Erlebnis-Weg wird auch nach der Landesgartenschau weiterhin geöffnet sein.

Energie AG-Chef Steinecker: Hype ums Elektroauto– Strom wird teurer – und: ohne Atomstrom geht nix

Wie sehen Sie die Zukunft der Elektroautos?
Ganz Europa ist von der Aussage Norwegens zum Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor und Einstieg in die Elektromobilität enthusiasmiert. Die Norweger sind ja die Schlauen. Aber man hat nur den ersten Halbsatz von den Norwegern gehört. Die haben aber gesagt: Wir steigen aus bis 2022 und steigen um auf Elektromobilität oder Wasserstoffantrieb. Und dieses „oder Wasserstoffantrieb“ wird nirgends diskutiert – man hört immer nur Elektromobilität. Fakt ist, dass derzeit das Elektroauto einen Wahrnehmungshype durch i3 und Tesla hat. Aber warum setzen die großen Hersteller auf Elektroautos? Weil sie sich nichts dabei vergeben. Egal ob Leichtbauweise in Kevlar, Radnabenmotoren und deren besondere Elektroniksteuerung: Wenn ich die Stromquelle Batterie weggebe und eine Brennstoffzelle einbaue, dann könnte künftig Wasserstoff zum Einsatz kommen. Ich glaube aber nicht an die direkte Verwendung von Wasserstoff, sondern dass ein Brennstoffzellenauto Erdgas, CNG, tankt und dann der Wasserstoff im Auto herausreformiert wird. Beim Autoantrieb und bei Lkw der Zukunft wird der Wasserstoff aus einer CNG-Betankung kommen, denn Erdgas ist überall verfügbar und ich kann relativ unkompliziert einen Erdgastank anfüllen und brauche mich nicht mit einem Wasserstofftank quälen.
Wenn Sie heute das Gesamtsample aus Tank und Tankfüllung für eine Autoreichweite von 1000 Kilometern hernehmen und die zugehörige Brennstoffzelle und sie wollen dasselbe mit einer Lithium-Ionen-Batterie erreichen, dann sind Sie gewichtsmäßig beim Vierfachen.

Könnte man denn Erdgas nicht wie bisher gleich im Verbrennungsmotor verfeuern?
Ich bin bei einem klassischen Erdgas-Motor zwar viel emissionsärmer als bei einem Diesel oder Benziner, aber ich habe weiterhin Abgase. Wenn ich aus Erdgas den Wasserstoff im Auto erzeuge, dann habe ich nur noch minimalste Emissionen.

"Elektroautos vielleicht bald Teil der Geschichte"

Wie viele Elektroautos würde denn das derzeitige Stromnetz verkraften?
Nehmen wir das mittelfristige Ziel von 200.000 Elektroautos: Das spürt die Aufkommensstruktur der österreichischen Energiewirtschaft überhaupt nicht, das ist minimal. Wo es zur Sache geht, ist das Stromnetz. Das Betanken eines E-Autos in einer Viertelstunde – so viel Zeit billigt der Mensch dem Elektroauto als Betankungszeit zu – benötigt eine derartige Energiedichte, die nur mit dicken Kabeln dargestellt werden kann. Und da ist die Frage: Wie viele Autos wollen Sie gleichzeitig betanken? Für ein Elektroauto in einer Viertelstunde brauchen Sie eine Ortsnetz-Trafostation, an der ein paar hundert Häuser hängen. Wenn wir unten im Keller des Power-Tower 20 Prozent der Stellplätze ausrüsten mit Elektrobetankung und die wären gleichzeitig zu betanken, mit Schnellbetankung, dann muss sich die Linz AG überlegen, wo sie irgendwo da unten hin ein Umspannwerk baut. Das ist die Realität – und was in der Diskussion meist übersehen wird. Die Elektroautohersteller haben sich nie darüber Gedanken gemacht: Woher kommt denn die Energiedichte im Ladevorgang her?

Viele Ingenieure bei den Autoherstellern sind ohnehin nicht vom Elektroauto überzeugt und kaum ein Unternehmen verdient etwas beim Verkauf von E-Autos ...
Aber Du musst sie in der Palette haben, sonst bist Du nicht dabei. Die Aktionäre fragen ja: Warum habt Ihr keine Elektroautos. Aber nur ein Vergleich: Wenn Sie heute ein Kilogramm Lithium-Ionen-Batterie nehmen und ein Kilogramm Diesel oder Benzin: Beim Benzin haben Sie einen Energieinhalt von 20 Kilowattstunden pro Kilogramm, bei Lithium-Ionen von 0,2 Kilowattstunden. Und Bosch rühmt sich jetzt, dass sie diese 0,2 Kilowattstunden vielleicht um 50 Prozent erhöhen.

Glauben Sie also, dass die Elektromobilität ein Hype ist, der wieder abflauen wird?
Ja, die Frage ist, ob sich das Elektroauto der Zukunft auf die Ballungszentren konzentriert oder ob nicht das serienreife Brennstoffzellenauto – egal ob mit Wasserstoff oder Erdgas-Betankung – insgesamt auch den Verkehr in den Metropolen übernimmt – und dann das Elektroauto Teil der Geschichte wird.

Energieversorger-Netzwerke vor Hacker-Angriffen gut geschützt

Große Aufregung hat zuletzt rund um den Cyber-Angriff auf viele Unternehmen weltweit geherrscht, der beispielsweise sogar das Werk eines französischen Autoherstellers stillgelegt hat. Wie gut sind Energieunternehmen wie die Energie AG darauf vorbereitet, damit nicht ein Blackout die Folge ist?
Der Begriff Blackout bedeutet eine flächendeckende Stromunterbrechung in Europa, nicht wie wenn etwa nach Kyrill 200.000 Kunden vom Netz waren. Der Begriff hat sich halt so eingebürgert, und jetzt sagt man schon: Um Gottes Willen, was ist, wenn es bei mir zuhause zu einem Blackout kommt – wenn vielleicht auch nur in der Kelleretage?
Zu sagen, es würde nie ein Blackout in der richtigen Bedeutung als europaweiten Stromausfall geben, wäre aber fahrlässig. Die Frage ist nur: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit? Kriminelle, die einen Blackout herbeiführen wollen, suchen sich Unternehmen, die im Internet zuhause sind, meist Windows-Anwender und meist mit alter Software und noch älteren Firewalls. Was Sie heute bei uns in der Energie AG finden und bei den Energieversorgern: Wir verfügen über ein eigenes Netzwerk, haben diese Software schon lange nicht mehr in Verwendung, gerade das Netz hängt nicht an Windows-Rechnern sondern an kaum attackierbaren Unix-Rechnern. Und wir schauen uns permanent die Sicherheitslage an, ob die Firewall passt und die Software. Seit fünf Jahren, seit dem Ausrollen der Smart Meter, beauftragen wir professionelle Hackerfirmen damit: Hackt unsere Systeme!

Aufregung um angebliche Überwachung durch intelligente Stromzähler hochgespielt

Smart Meter, die intelligenten Stromzähler. Viele befürchten dadurch die totale Überwachung.
Da werden Dinge hineingeheimst, das ist einzigartig in Österreich. Wenn man sich in Deutschland oder Skandinavien darüber mit Smart Meter-Strategen unterhält, die schauen einen nur verwundert an: „Boah, habt’s Ihr keine anderen Probleme?“
Wir sind ja durch Telebanking und Co. ohnehin offen im Umgang mit Daten. Aber durch Akteure bis hin zur Arbeiterkammer hat sich das zu einem Hype hochgespielt, was dazu geführt hat, dass wir mittlerweile im Bereich der Smart Meter-Einführung Gesetzesauflagen haben, die sich gewaschen haben. Das geht so weit, dass für den eigentliche Nutzen von einem Smart Meter, die sogenannten Viertelstunden-Daten, die zu Tarifmodellen werden können, unsere 650.000 Kunden explizit die Zustimmung geben müssen: Ja, man darf mit meinen Daten mir so einen Tarif anbieten. Überall anderswo, inklusive Amerika, muss ich sagen, dass ich das nicht will. Wir müssen fragen: „Willst Du das eh, damit wir Dir Nutzen stiften können?“ Erst mit den Viertelstundendaten wird das von der Tarifgestaltung her wirklich sexy für den Kunden. Wir halten derzeit von 650.000 Kunden bei 350.000 – wir sind Vorreiter in Österreich.

Der Endkunde soll sich aber durch den Smart Meter im Endeffekt Geld ersparen.
Ja, ganz genau. Er soll Bewusstsein bekommen. Um es billiger und einfacher zu machen, braucht er eine Home Automation, die dann dafür sorgt, dass er immer die günstigste Einschaltzeit für die Gefriertruhe hat oder für die Waschmaschine und dass er das günstigste Angebot von der Strombörse bekommt. Ich muss dazu nicht das Haus uminstallieren, es reicht, wenn ich adressierbare Geräte habe, also in der Gefriertruhe eine Art Simcard.

Ist es möglich, die Einsparungen für eine Durchschnittsfamilie zu benennen?
Wir wissen es nicht, weil wir sowas von am Anfang stehen damit. Was wir wissen: Durch die Smart Meter-Informationen sind wir auf der Netzseite in der Lage, Ausbaumaßnahmen zu simulieren. Durch hohe Photovoltaik-Einspeisung hätte bisher der Hausverstand gesagt: Dort müssen wir eine Leitungsverstärkung machen. Mittlerweile wissen wir, wo die Toleranzen sind und dass wir uns etwa 30 Prozent der Ausbaukosten im Netz ersparen.

Fusion von Energie AG und Linz AG "werde ich nicht erleben"


Es kommt immer wieder die Forderung, aus Energie AG und Linz AG ein Unternehmen zu formen – es scheint aber immer am politischen Willen zu scheitern. Was ist aus Ihrer Sicht sinnvoll?

Der Umgang miteinander ist ein sehr pragmatischer. Das alte Lagerdenken aus ESG- und OKA-Zeiten hat man schon längst hinter sich gelassen und das war vielleicht auch ein Generationenthema. Die Leute arbeiten unkompliziertest zusammen, wir ergänzen uns.
Es gibt eine sehr große Unterschiedlichkeit beider Häuser – die Linz AG ist ein sehr städtisch geprägtes Infrastrukturunternehmen, mit Teilen, die wir nicht kennen, wie den Hafen, die Bestattung, Hallenbäder oder die Grottenbahn. Wo Schnittmengen da sind, kooperiert man entweder bereits, wie bei der Enamo im Stromverkauf. Und bei anderen wie den Gaskraftwerken, dem Betrieb von Gas- & Stromnetzen wird man Kooperation suchen, ohne Gefahr zu laufen, dass einer den anderen als Beherrscher sieht. Das ist das Urtrauma aus ESG-OKA-Zeiten, dass die große OKA die kleine ESG frisst, das ist alles Blödsinn. Das werde ich nie erleben. Was ich erleben werde, ist ein höheres Maß an Kooperation.

Strom wird etwas teurer

Die im Raum stehende Abkoppelung Österreichs vom deutschen Strommarkt mit vielen negativen Folgen konnte verhindert werden – worum ging es da wirklich?
Das Gelungene am Kompromiss ist, dass die von den Deutschen geforderte Mitbeteiligung an den Kosten von rund 300 Millionen pro Jahr für Österreich wegverhandelt werden konnte. Das Problem ist Folgendes: Die Deutschen brauchen im Süden Energieeinspeisung, haben aber Überschuss im Norden durch die Windanlagen. Sie bringen diesen Überschuss aber nicht durch Deutschland in den Süden, weil ihnen 3500 Kilometer Hochspannungsleitungen fehlen. Jetzt muss der Strom sich einen Ersatzweg über Polen, Tschechien, Österreich wieder rein nach Süddeutschland suchen. Ein Gutteil geht auch gleich runter auf den Balkan oder wird von den Österreichern verbraucht, weil der Windstrom sehr günstig ist, da der Preis durch den Überschuss verfällt. Und der Österreicher geht her und sagt: Naja, dann lass ich mir den fast geschenkten Strom ins Land kommen, fahr meine eigenen Kraftwerke zurück und feiere lustigen Stromverbrauch zu sehr günstigen Konditionen. Der Deutsche sagt: Ich brauche im Süden Ausgleichsenergie. Und der Österreicher antwortet: Ich habe klasse Kraftwerke wie Timelkam oder Mellach, ich liefere die Ausgleichsenergie, will aber gutes Geld dafür. Und das hat die Deutschen zur Weißglut gebracht: „Auf der einen Seite konsumierst Du unsere vom deutschen Steuerzahler bezahlte Überschussmenge und lässt Dir die Ausgleichsenergie sehr fürstlich zahlen. An diesen Ausgleichsenergiekosten hätte ich Dich deshalb gerne beteiligt – und da ist immer eine Zahl von 200 bis 300 Millionen Euro in Diskussion gewesen, die nun durch die Einigung weggefallen ist. Im Endeffekt hätten das die Kunden bezahlen müssen.
Ein bisschen wird sich aber der Strom trotzdem verteuern, da nicht mehr so große Mengen billigen Stroms von Nord nach Süd kommen und die Österreicher mit den eigenen, teureren Anlagen produzieren müssen. Da rede ich speziell von den Wintermonaten, wo ich wenig Wasserstrom habe – da muss mehr mit thermischen Anlagen gefahren werden. Für die Energieversorger kostenneutral, denn: Was ich für die Kilowattstunde mehr verlangen kann, muss ich an höheren Produktionskosten reinstecken.

Ohne Atomstrom geht nix

Die Netzstabilität wird durch die geringeren Strommengen aus Deutschland nicht in Frage gestellt?
Hätten die Deutschen ihre Drohung wahrgemacht, und hätten viel weniger Strom bei uns hereingeschickt, dann hätte es an der Leistung gefehlt und dann wäre es eng geworden. Wir haben heuer im Jänner ein paarmal Situationen gehabt, da hätten wir ohne Energiemenge auch aus Dukovany und Temelin ein Riesenproblem gehabt.

Ohne Atomstrom geht also nix?
Ja, das war, als Mitte Jänner diese Dunkelflaute war, 14 Tage lang. Kein Wind, kaum Photovoltaik. Darum ist die spannende Frage, wenn die Deutschen 2022 11.000 Megawatt aus Atomkraft vom Netz nehmen: Wo wird dieser Strom erzeugt.

Kann das auf Österreich negative Auswirkungen haben?
Das kann sein – ich glaube es zwar nicht, aber es sind Betriebszustände andenkbar, bei denen ich sage: Das muss ich kein zweites Mal haben.

Schreckenszenario für Energieversorger: Jeder hat sein Kraftwerk im Keller

Wie wird die Energiezukunft aus Ihrer Sicht überhaupt aussehen – hat bald jeder sein eigenes kleines Kraftwerk im Keller?
Es ist ein Schreckensszenario für die klassischen Energieversorger aber auch für das Thema Versorgungssicherheit, dass genau diese Anlagen in Form einer Brennstoffzelle in Kühlschrankgröße und einer Leistung von 700 Watt bis einem Kilowatt sich tausendfach in Kellern wiederfinden. Betrieben mit Erdgasanschluss, aus Erdgas wird Wasserstoff erzeugt, der dann in der Brennstoffzelle Energie erzeugt. Und der Kunde entscheidet selbst, ob er Wärme für die Heizung produziert und den Überschussstrom ins Netz schickt. Vielleicht an einem kühlen Oktobertag mit viel Sonne, der optimal für die Solarstromerzeugung ist. Dann habe ich von der Photovoltaik viel Strom und auch von diesen Minikraftwerken im Keller, eine Übermenge im Netz und keine Verbraucher. Davor hat der klassische Netzbetreiber Riesenrespekt und sehnt sich nach einer Idee, die lautet: Das virtuelle Kraftwerk. Also dass ich diese tausenden kleinen Kraftwerke zusammenschalte und wie ein großes Kraftwerk betreibe und ich als Netzbetreiber entscheide: Ich produziere nicht Strom und Wärme, sondern es gibt zusätzlich zur Brennstoffzelle eine Gasbrennwert-Therme, mit der nur Wasser und Haus geheizt aber nicht Strom erzeugt wird. Und der Kunde merkt nix davon, sondern er hat nur den Komfort.

Kunden werden von Billiganbietern "für blöd verkauft"

Wie wird der Strommarkt künftig aussehen, wie tun sich klassische Energieversorger wie die Energie AG im Wettbewerb mit jenen Anbietern, die nur mit Strom handeln und mit Billigangeboten locken?
Unter den ersten 50 Anbietern im Tarifrechner des E-Regulators finden Sie vielleicht vier, die eigene Kraftwerke haben. Alle anderen verkaufen Strom aus der Überschussproduktion und verkaufen solange, solange es geht. Und wenn sich das Geschäftsmodell nicht mehr ausgeht, gehen sie in Konkurs. Das Geschäftsmodell ist ja einfach. Sie bieten dem Kunden einen Vertrag an, bei dem er im ersten Jahr den Strom fast geschenkt bekommt. Super billig. Im zweiten Jahr gehen diese Anbieter mit dem Strompreis um das Neun- bis Zehnfache rauf. Wenn der Kunde nach einem Jahr vergisst, zu kündigen – das Recht hat er aber wer denkt daran -, dann trifft ihn der Schlag im zweiten Jahr. Und die Billiganbieter holen sich im zweiten Jahr alles zurück. Dieses Freibeutertum, den Kunden ein bissl für blöd zu verkaufen und wenn’s irgendwie geht mit’m Kappl zu fangen, das hat auch in dieser Branche schon lange um sich gegriffen.

MOLLN. Die Reduzierung von fossilen Energieträgern wie Öl und Gas durch den Einsatz erneuerbarer Energieformen ist neben der Gebäudesanierung bzw. -isolierung die am stärksten umgesetzte Maßnahme aus den damals gesetzten EGEM-Zielen.


Photovoltaikanlagen mit über 90 kWp (kilowatt peak = Spitzenleistung) wurden seither auf den Dächern der Gemeindegebäude (Schulen, Bauhof, Feuerwehrzeughaus, Bürger- und Musikzentrum) montiert. Mit einer Bürgerphotovoltaikanlage am Dach der Kläranlage soll nun die 100 kWp-Grenze deutlich überschritten werden. 112 PV-Module mit einer Leistung von 29,7 kWp werden im Jahr durchschnittlich ca. 25.000 Kilowattstunden Strom erzeugen, der zu 100 Prozent gleich vor Ort in der Kläranlage verbraucht wird. "Der hundertprozentige Eigenverbrauch des PV-Stroms garantiert eine optimale Voraussetzung für einen besonders wirtschaftlichen Betrieb der Anlage", erklärt der Umweltausschussobmann Andreas Rußmann. "Für unsere Umwelt bedeutet das eine Verringerung der Kohlendioxid-Emissionen um zirka zehn Tonnen pro Jahr. Eine Umweltschutzinitiative, die sich für die Mollner Bürger, die sich beteiligen wollen, auszahlt."

Finanzierung mittels "Sale and lease back"

Die Gemeinde hat die Finanzierung der Anlage mittels „Sale & lease back“ beschlossen. Der Begriff bedeutet soviel wie „Verkaufen und Zurückmieten“. "Rechtlich gesehen, funktioniert das wie Autoleasing", sagt Rußmann. "Die wenigen Betriebsrisken sind durch Versicherungen abgedeckt und im Leasingvertrag genau geregelt. In Kürze ist das Leasingvertragsmuster fertig und wird an alle Interessenten ausgesendet." 25 Personen haben bereits ihr Interesse bekundet, so Andreas Rußmann. „Bei einer Rendite von mehr als 5 Prozent ist diese Umweltinvestition nicht nur bezüglich ihrer Schadstoffreduktion interessant. Daher bin ich mir sicher, dass wir alle Module an den Mann/die Frau bringen.“

Details zu den Rahmenbedingen können alle Mollner per Mail an a.russmann@gmx.at anfordern.

Streitfrage Stromfahrzeuge

Sternwarten-Besuch_Wetter beobachten-Klima schützen

Flexibel ohne Fahrer (Bezirksrundschau Kirchdorf, April 2017)

SCHLIERBACH. Es fahren tagtäglich eine Unmenge Autos zwischen Schlierbach und Kirchdorf, meist nur mit einer Person besetzt. Über das Internet gibt es diverse Plattformen um sich für längere Strecken eine Mitnahme zu organisieren. Aber kann dies möglichst unkompliziert und für Kurzstrecken funktionieren?

 

Wie funktioniert das „moderne“ Autostoppen?

Durch die Registrierung der Mitfahrenden und der Fahrer über die Mitfahrbörse „flinc“ erkennt man sich und je mehr Leute an diesem Service teilnehmen umso schneller kommt man(n)/frau an sein Ziel. Zur Registrierung ist einmalig der Gang auf die Gemeinde Schlierbach notwendig. Dort bekommt man einen Ausweis ausgestellt. Zusätzlich gibt es ein Schild für die Fahrtrichtung um anzuzeigen, dass man flink/c fahren will und wohin die Reise gehen soll. Die Fahrer sind durch ein Schild auf der Windschutzscheibe erkenntlich.

Die Einstiegsstellen wurden so gewählt, dass ein gefahrloses Einsteigen möglich ist (Bushaltestelle Hofern, Bushaltestelle Schwärz in Richtung Kirchdorf und die Einfahrt zu den Garagen gegenüber dem Zementwerk in Richtung Schlierbach).
Dieses Service steht allen Schlierbachern zur Verfügung und wartet darauf ausprobiert zu werden.

Erst vor Kurzem wurde der Klima-Erlebnisweg in Kremsmünster unter dem Motto „Schöpfung oder Erschöpfung“ eröffnet. Den österreichweit einzigartigen Klimalehrweg hat eine Arbeitsgruppe aus Anlass der Landesgartenschau zusammengestellt. Der drei Kilometer lange Weg führt durch das Gelände im Stift Kremsmünster und erläutert in 24 Stationen die Dringlichkeit des ökologischen Gleichgewichts auf unserem Planeten. Im Stift wird seit 1760 täglich gemessen und dokumentiert und damit auch sichtbar gemacht, wie dramatisch sich die Temperaturerhöhungen durch die Klimaveränderungen auswirken.

Ein Weg, der Schöpfung und Klimawandel verbindet

Jede Station besteht aus der Vermittlung technischer und naturwissenschaftlicher Aspekte, gibt ethische und spirituelle Impulse und bietet ein Erlebnisangebot, um einen emotionalen Zugang herzustellen. „Wir wollen den Spannungsbogen zwischen Schöpfung und Klimawandel beleuchten“, betont Energiemanager Christian Wolbring von der Klima- und Energiemodellregion Traunviertler Alpenvorland.

Kontrast zwischen Schöpfung und Erschöpfung

„An jeder Station wird der Kontrast zwischen Schöpfung und Erschöpfung deutlich. Einerseits soll das Potenzial aufgezeigt werden, das die Natur auch für die Nutzung des Menschen bereit hält, aber auch Grenzen deutlich vor Augen geführt werden, deren Überschreitung fatale Folgen hat“, so der Linzer Moraltheologe Michael Rosenberger, Umweltsprecher der Diözese Linz. „Ich bin begeistert, dass es nicht nur um Information geht, sondern auch spirituelle Impulse gegeben werden“, zeigt sich Landesrat Rudi Anschober (Grüne) bei der Eröffnung angetan von der Idee.

Buchpublikation geplant

Für Schulklassen wird es ein eigens aufbereitetes Unterrichtsmaterial geben. Eine Buchpublikation ist ebenfalls geplant. Der Klima-Erlebnis-Weg wird auch nach der Landesgartenschau geöffnet sein.

Die Energie spüren

Die Energie-Erlebniswelt in Steinbach an der Steyr ist schon länger begehbar. Auf den vier Rundwanderwegen: Messererweg, Wasserweg, Kraftweg und Höhenweg lassen sich die Energien der Steyr erleben. Für Unterhaltung und Information sorgen 16 Stationen entlang der Wege. Das Maskottchen „Steini“ begleitet auf den Wanderungen, erzählt über den Ort und erklärt die vielfältigen Spiel- und Wandermöglichkeiten im leichten Gelände.

Offizielle Eröffnung mit Familienwandertag

Am Sonntag, 11. Juni, wird diese nun offiziell mit einem Familienwandertag eröffnet. Zwei der vier Wege werden gemeinsam erwandert. Entlang der Wanderstrecke warten Programmpunkte wie Steine-Bemalen am Steyr­ufer, das „Butter-Schütteln“, ein Streichelzoo samt Alpaka-Fütterung und regionale Most- und Saft-Spezialitäten.

40-Jahr-Jubiläum der Badeanlage

Start ist um 9.30 Uhr am Ortsplatz und Abschluss im Freibad, wo ihm Rahmen eines Vatertag-Frühschoppens samt Kinderprogramm das 40-Jahr-Jubiläum der beliebten Badeanlage gefeiert wird. Die Frühschoppen-Besucher werden ab 11 Uhr musikalisch vom Stoahaufn, einer böhmischen Formation des Musikvereins Steinbach, unterhalten und mit Grillspezialitäten im Freibad-Buffet verwöhnt.

Smart Grid: Autos als Stromspeicher

KREMSMÜNSTER (wey). Die Klima- und Energiemodellregion Traunviertler Alpenvorland organisiert gemeinsam mit Expertforce am 31. März einen Vortragsabend zum Thema "Mobilitätswende". "Vier Experten werden uns über den Stand der Technik und die nächste Zukunft informieren", erklärt Christian Wolbring. Markus Kreisel, Inhaber von Kreisel Electric – eines der innovativen Unternehmen, welche die Entwicklung von besseren Batterien und Ladetechnologie betreibt – gibt Antworten in seinem Referat "Schnellladung – eine Herausforderung". Christoph Leitinger von der Energie AG OÖ Power Solutions GmbH beleuchtet Aspekte der Strombereitstellung und Ladeinfrastruktur. "Vielleicht gibt es eine gute Antwort auf die Frage: `Gibt es genug Strom für so viele Autos und was wird uns das kosten?´", fährt Wolbring fort. Markus Mitteregger von der RAG zeigt, wie sich künftig der Ferntransport von Warengütern entwickelt, und stellt die Frage in den Raum, ob da möglicherweise eine ganz andere Technologie gefragt ist. Oliver Gebauer von geospy berichtet über Ergebnisse seiner Dissertation und praktischer Versuche zum Thema „Autonomes Fahren von Bahnen“.

Car-Sharing Flotte BürgerEnergie eGen. (Bezirksrundschau, April 2017)

Kremsmünsterer Bürger können sich an einer PV-Anlage beteiligen (Oktober 2014)

Am Dach des Rathauses und beim neuen Kindergarten Hofwiese wird eine Photovoltaikanlage errichtet werden. Der Gemeinderat hat den entsprechenden Beschluss gefasst und der Vertrag mit der Gemeinde wurde auch schon abgeschlossen. Die Vorbereitungen sind bereits voll in Gang.

Die Anlagekosten abzüglich der Förderungen belaufen sich auf € 11 600. Die Bewohner von Kremsmünster haben die Möglichkeit, sich als Mitglieder der Bürgerbeteiligungsgenossenschaft „BürgerEnergie Traunviertler Alpenvorland e.Gen„ an der Anlage zu beteiligen.


Was ist der Gedanke der BürgerEnergie Traunviertler Alpenvorland e.Gen.?

Sie soll es den Gemeinden und ihren engagierten BürgerInnen ermöglichen, das Thema regionale Energie selbst in die Hand zu nehmen. Das Konzept dahinter ist ganz einfach: BürgerInnen finanzieren gemeinsam Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energie sowie Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz in der Region Steyr-Kirchdorf und können somit die regionale Stromversorgung lenken. Mit den oben genannten Projekten haben Sie jetzt die Möglichkeit, sich an der Energiewende zu beteiligen.

Am Freitag, 17. Oktober, 19:30 findet in der Stiftsschank Kremsmünster eine Informationsveranstaltung statt. Alle interessierten Personen sind herzlich eingeladen, sich unverbindlich zu informieren.

Der Verein Energiezukunft Kremsmünster und die Marktgemeinde Kremsmünster freuen sich auf zahlreiches Erscheinen.

Sie können aber bereits jetzt zur BürgerEnergie Traunviertler Alpenvorland e.Gen. beitreten und damit den Bau der Anlagen beschleunigen.

Kontakt für nähere Informationen: Christian Wolbring, BürgerEnergie Traunviertler Alpenvorland e.Gen., (energie@leader-alpenvorland.at, Tel. 0676/88 68 05 11)

Zu "Auto-Teiler" kommt fünfte Genossenschaft hinzu (OÖN, 24.03.2017)

Klimafreundlich von A nach B dank E-Carsharing (Rundschau 27.07.2017)

"E-Rallye Pyhrn-Priel" heuer zum sechsten Mal"

PYHRN-PRIEL. Bei der gemeinsamen Ausfahrt mit E-Fahrzeugen durch die Pyhrn-Priel Region ohne Zeitnehmung sorgen Stationen und Sonderprüfungen für ausreichend Abwechslung. Wie bereits im Vorjahr stehen ausreichend Schnellladestationen zum Zwischentanken zur Verfügung. Bei einem bunten Rahmenprogramm mit zahlreichen Fachvorträgen, spannenden Diskussionsrunden, interessanten Zukunftsvisionen und wertvollen Infos rund um das Thema E-Mobilität zu Land und Wasser haben Elektroautobesitzer und -begeisterte die Möglichkeit, sich auszutauschen und gemeinsam e-mobile Erfahrungen zu sammeln.

Vielfältiges Besucherprogramm ab 9 Uhr

Auch für Zuschauer lohnt sich an diesem Tag ein Besuch in Spital am Pyhrn: Mit dem Tesla Model S Dual-Antrieb steht ein E-Auto der Extraklasse zum Probefahren bereit. Und das völlig kostenlos. Erforderlich ist aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl lediglich eine Anmeldung unter www.e-rallye.at.

Bei verschiedenen Besucherbewerben gibt es Gutscheine der Urlaubsregion Pyhrn-Priel zu gewinnen. Zudem warten Produktpräsentationen zum Thema E-Mobilität - darunter auch die aktuellsten Bikes von Nakita. Kleine Gäste dürfen sich heuer erstmals auf eine Hüpfburg freuen. Für musikalische Unterhaltung und kulinarische Genüsse ist ebenso bestens gesorgt.

Ideale Infrastruktur

Mit der naturbelassene Landschaft, in der umweltfreundlich Strom erzeugt wird, dem dichtesten Ladestationsnetz Österreichs, modernsten Zapfsäulen der Firma Mehler, bester Hotellerie und Gastronomie sowie reizvollen Panoramarouten bietet Pyhrn-Priel für Veranstaltungen dieser Art eine ideale Infrastruktur.

Wie schon in den Vorjahren unterstützen MEHLER Elektrotechnik Ges.m.b.H und der ÖAMTC die Organisation der E-Rallye Pyhrn-Priel. Weitere Veranstaltungspartner sind der Verein Energieautarke Region Pyhrn-Priel und Oberösterreich Tourismus.

Programm für aktive Teilnehmer

• ab 9.00 Uhr: Startnummernausgabe
• ab 9.30 Uhr: Vortragsreihe
• “ Der Stand heute und die Reise in die Zukunft“
• 13.00 Uhr: Mittagspause
• 13.30 Uhr: Start E-Rallye Pyhrn-Priel
• „Individualverkehr, öffentlicher und beruflicher Verkehr 2050“  (Diskussionsrunde mit Experten)
• ca. 15.30 Uhr: Zieleinlauf E-Rallye Teilnehmer
• 16.00 Uhr: Siegerehrung
• 17.00 Uhr: Gemütliches Beisammensein und  individuelle Abreise

Christian Wolbring und Erich Sturmair, die gemeinsam in der Beratungs- und Service-Agentur „Expert-Force“ zusammenarbeiten, möchten mit der Mobilitätsmesse am 31. März das Bewusstsein in der Bevölkerung für die Wende schaffen, die – da sind sie sich sicher – in den nächsten Jahren auch in der Breite der Bevölkerung ankommen wird.

„Wir bemerken, dass sich die Zeiten ändern, nur realisieren es die Leute noch nicht. Um hier etwas nachzuhelfen, kam uns die Idee einer Mobilitätsmesse“, erklärt Unternehmensberater Sturmair.

Klare Vorteile

Von den Vorteilen der neuen Mobilitätsformen – vor allem von der E-Mobilität, aber auch etwa vom autonomen Fahren – sind Sturmair und Wolbring überzeugt. Wolbring ist in der Region auch als treibende Kraft in der Leader- und Energiemodellregion Traun4tler Alpenvorland bekannt. „Wer einmal den Fahrgenuss und die Effizienz von E-Autos ausprobiert hat, ist schnell für diese neue Form der Mobilität gewonnen“, betont der gelernte Sicherheitsingenieur.

Eine Wende, die auf sich warten lässt

Dass Verbrennungsmotoren im Vergleich zu E-Motoren sehr energie- und ressourcenintensiv sind, steht außer Streit. Von den technischen Ausgangsbedingungen müsste die Sache also recht klar sein: die höher entwickelte Technologie löst die bisherige ab. Doch derzeit ist der große Durchbruch der E-Mobilität noch nicht zu verzeichnen. Zwar stieg laut Statistik Austria der E-Car-Anteil an den Neuzulassungen in Österreich im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr von 0,5 Prozent auf 1,2 Prozent – von einer Aufholjagd auf Verbrennungsmotoren kann man aber wohl noch nicht sprechen.

Laut Wolbring und Sturmair ein bedauerliches Faktum, das mehrere Gründe habe. „Zum einen gibt es noch die Vorteile bei Steuern und Abgaben für konventionelle Antriebsarten und Tankinfrastruktur. Auch die Netzgebühren für Stromtankstellen sind hier ein wichtiger Hemmschuh. Die Staaten und die Erdölindustrie haben andererseits natürlich wenig Interesse auf ihre Steuereinnahmen beziehungsweise auf die Einnahmen aus der Treibstoffwirtschaft zu verzichten“, so Wolbring. Im Kleinen werde schon viel getan, gerade auch in der Region – nur bei den „Big-Playern“ werde die Mobilitätswende noch etwas verzögert.

Frage der Zeit

Für die beiden Experten spricht alles für die neuen Technologien und wenig bis nichts gegen sie. Der häufig kritisierte Punkt der geringen Reichweite gehe ins Leere, da mittlere Distanzen gut bewältigbar seien und man analog zu den Verbrennungsmotoren eben mit (E-)Tankstellen arbeiten müsse. Auch bei den Anschaffungskosten werde sich bald etwas tun, sind die Experten überzeugt – die sich auch sicher sind, dass das autonome Fahren gleichzeitig mit dem Durchbruch der E-Mobilität groß werden wird.

Um die Bedeutung der neuen Mobilitätsformen zu unterstreichen, hat man in Kremsmünster jedenfalls die Mobilitätmesse mit der Eröffnung des neuen Marktplatzes gekoppelt: Am Freitag, 31. März, ab 14 ist es soweit.

Mobilitätsmesse „Anders vorwärts“

Fr., 31. März, ab 14 Uhr

Marktplatz, Kremsmünster

STEINBACH/STEYR. Sie schafft so einen neuen regionalen Drehpunkt, um das Wissen zu den historischen Wurzeln und der Geschichte im südöstlichen Oberösterreich als Basis und Quelle für neue Entwicklungen in der Region zu nutzen.


Im Haus der Region – im Alten Pfarrhof in Steinbach an der Steyr – sollen künftig wieder die Fäden der Eisenstraße zusammenlaufen und die musealen und kulturellen Anliegen, das Wissen und die beteiligten Akteure vernetzt werden, auch mit den anderen wichtigen Partnern in der Regionalentwicklung wie z. B. den Gemeinden, dem Tourismus oder der Wirtschaft.

Einige ganz konkrete Maßnahmen befinden sich derzeit schon in Umsetzung bzw. werden vorbereitet:
In einer internetbasierten Wissensdatenbank wird das „Eisenstraßen Wissen“ der Museen und aus dem Privatbereich systematisch gesammelt, geordnet und von Experten auf Richtigkeit geprüft. Für alle Interessierten, Einheimische oder Gäste der Region – seien es Schüler, Studierende oder Forschende – werden die gesammelten Daten digital aufbereitet und über eine Infoplattform online zur Verfügung gestellt. Durch die Plattform soll der Wissensaustausch zum lokalen Kulturgut und zur Geschichte der Region angeregt werden.

Derzeit wird auch an einer stärkeren Vernetzung der zahlreichen Museen und Schaubetriebe entlang der oberösterreichischen Eisenstraße gearbeitet. In einem ersten Schritt werden dazu alle Einrichtungen besucht und mit einem Fragebogen die aktuelle Situation in den Museen erhoben. Die Resultate der Umfrage werden wesentlichen Einfluss auf die inhaltliche Neuausrichtung der Oö. Eisenstraße haben.

„Wir wollen gemeinsam mit dem Verbund der Oö. Museen die musealen Einrichtungen in der Region persönlich besuchen und ihre Wünsche und Pläne zur Weiterentwicklung der jeweiligen Häuser erheben.“, so der Obmann der oö. Eisenstraße August Pfaffenhuemer.

"Belebung des schlummernden Kulturgutes"

Insgesamt erhofft man sich durch die, vom Verein Oö. Eisenstraße gestartete Initiative der Neuausrichtung eine Belebung des schlummernden Kulturgutes als Basis für die künftigen Entwicklungen und Innovationen in der Region. Dazu wird es auch zahlreiche neue Partnerschaften mit den Gemeinden, der Wirtschaft und dem Tourismus brauchen. Neben dem Bewahren der historischen Schätze und des Wissens ist auch die moderne Aufbereitung der Inhalte und ein Begeistern der Jugend und der Bevölkerung ein zentraler Erfolgsfaktor für einen lebendigen Umgang mit den historischen Wurzeln.

Damit diese Ziele erreicht werden, arbeitet man intensiv mit dem Regionalforum Steyr-Kirchdorf und den beiden LEADER-Regionen Nationalpark Oö. Kalkalpen und Traunviertler Alpenvorland zusammen

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BEZIRK. Das ist in Oberösterreich der höchste E-Pkw-Anteil, wie eine aktuelle Analyse des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) zeigt. Knapp dahinter folgen die Bezirke Rohrbach sowie Ried und Grieskirchen. Oberösterreichweit hat sich die Zahl der E-Autos im Vorjahr mehr als verdoppelt. E-Pkw sind für ländliche Regionen sehr gut geeignet, auch in Form von E-Carsharing von Gemeinden und Wohnanlagen, betont der VCÖ.


657 E-Pkw wurden im Vorjahr in Oberösterreich neu zu gelassen, das sind mehr als doppelt so viele wie im Jahr 2015. Der Anteil beträgt 1,2 Prozent und liegt damit genau im Österreich-Schnitt. Im Kirchdorf/Krems war der E-Auto-Anteil mit 2,3 Prozent rund doppelt so hoch wie im Landesschnitt, auch im Bezirk Rohrbach ist der Anteil mit 2,2 Prozent hoch. An dritter Stelle folgen laut VCÖ-Analyse ex aequo die Bezirke Ried und Grieskirchen. Österreichweit ist der Waldviertler Bezirk Waidhofen an der Thaya der Spitzenreiter bei den Neuzulassungen von E-Pkw mit einem Anteil von 5,2 Prozent.

Elektroautos sind keine reinen Stadtautos

"Auffallend ist, dass der Anteil von E-Pkw bei den Neuzulassungen in zahlreichen Regionen viel höher ist als in den Städten. Die Annahme, E-Pkw wären Stadt-Autos ist falsch. Im Gegenteil, E-Pkw sind für dünner besiedelte Regionen ideal", stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest. So kommen Linz und Wels auf einen E-Pkw Anteil von jeweils nur 0,8 Prozent, während der Mühlviertler Bezirk Rohrbach einen fast dreimal so hohen Anteil an E-Pkw hat.

In ländlichen Regionen ist der Anteil von Einfamilienhäusern hoch, die E-Pkw können einfach in der Garage aufgeladen werden. "Und wenn man eine Photovoltaik Anlage am Dach hat, kann man sich die Energie für die Mobilität selber herstellen", so Gansterer. Auch Firmenparkplätze sind gut geeignet, um Lademöglichkeiten anzubieten.

Die Reichweite ist in der Regel kein Problem, auch in den Regionen sind neun von zehn Autofahrten kürzer als 50 Kilometer. Zudem gibt es immer mehr Gemeinden, die ihrer Bevölkerung E-Carsharing anbieten. In Niederösterreich gibt es in bereits rund 40 Gemeinden e-Carsharing. Auch Wohnanlagen sind sehr gut geeignet für E-Carsharing. Die Bewohnerinnen und Bewohner können sich so das Zweitauto und damit einiges an Geld sparen.

Ausbau der E-Ladeinfrastruktur notwendig

Für die kommenden Jahre braucht es einen Ausbau der E-Ladeinfrastruktur in ganz Österreich. "Denn das Klimaabkommen von Paris, das Österreich ratifiziert hat, bedeutet den Ausstieg aus fossilen Energieträgern. Es bleiben nur noch 33 Jahre um den Verkehrssektor zur Gänze von Erdöl unabhängig zu machen", verdeutlicht VCÖ-Experte Gansterer.

Damit E-Autos einen Beitrag zur Verringerung der klimaschädlichen CO2-Emissionen leisten, ist es wichtig, dass der Strom aus erneuerbarer Energie gewonnen wird, so der VCÖ. Gleichzeitig ist der Energieverbrauch des Verkehrs zu reduzieren. Durch die Stärkung der Ortskerne und der Nahversorgung können die Distanzen reduziert werden und der Bevölkerung ist es leichter möglich, Erledigungen im Alltag zu Fuß oder mit dem Rad zu machen. Zudem ist das Angebot an öffentlichen Verkehrsverbindungen auszubauen. "Österreich hat gute Voraussetzungen, Europas Kompetenzzentrum für umweltfreundliche Mobilität zu werden und damit viele Arbeitsplätze schaffen und sichern. Weltweit wird in den nächsten Jahren Know-How nachgefragt werden, um den Verkehr vom Erdöl unabhängig zu machen. Für das Exportland Österreich eine Riesenchance", stellt Gansterer fest.

Österreichweit wurden im Vorjahr 3826 batterieelektrische Pkw neu zugelassen, mehr als doppelt so viele wie im Jahr 2015. Im Bundesländer-Vergleich hat Vorarlberg laut VCÖ mit 2,3 Prozent den höchsten Anteil.

Drei eCar-Sharing-Autos sind schon im Betrieb